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IM WEINBERG | REBERZIEHUNG: BIEGEN & BINDEN

Weinbau ist Erziehungsarbeit! Jetzt fragen Sie sich wahrscheinlich, wie man eine Rebe erziehen kann. Wir reden natürlich nicht auf sie ein, nehmen aber Einfluss auf ihr Wachstum.  Denn wir wollen, dass ihr Wuchs in die richtige Richtung geht und dass für die Entwicklung und die Reifung der Trauben möglichst optimale Voraussetzungen gegeben sind. Den Grundstein hierfür legen wir mit dem Biegen & Binden der Reben (auch Heften oder Gerten genannt). Es erfolgt im Anschluss an das Schneiden der Reben, wenn die Reben anfangen zu "bluten". De facto tropfen die Reben an der Schnittstelle des stehengebliebenen Rebtriebs (Rute). Dies ist quasi das erste Lebenszeichen der Rebe nach der Winterruhe. Jetzt biegen wir die Ruten nach unten und binden Sie am Drahtrahmen fest. Durch das Biegen und Binden erreichen wir eine gleichmäßige Verteilung der Rute. Die Rebe wird dadurch „in Form“ gebracht. Daraus leitet sich der Begriff "Reberziehung" ab.

 

Das Biegen und Binden der Reben ist ein weiterer sehr wichtiger Arbeitsschritt im Weinberg, nicht ganz so anstrengend aber ähnlich zeitintensiv wie der Rebschnitt, weil reine Handarbeit. Wir sind froh, dass wir hierfür auf ein eingespieltes Team an erfahrenen Helfern zurückgreifen können.